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Kapitel IRAN DIE HEILIGE STADT MESHED

Ich befehle ihm: "Du machst jetzt keinen Mucks, sonst sind wir beide tot!" Sie hassen Hunde. Laut Koran ist ein Hund noch unreiner als das Schwein. Sie ekeln sich davor. Kein Moslem lebt mit einem Hund in seinem Haus so wie ich. Dass sie mich ?berhaupt angefasst haben, ist schon ein Wunder. Charas scheint mich zu verstehen - er stellt sich wie tot. Mittlerweile haben sie mich aus der Kanzel gerissen und H?nde packen mich an Kehle, Brust und Armen. Sie fangen an, mich zu w?rgen. Ich bin so dicht bedr?ngt, dass ich mich nicht bewegen - kaum dass ich atmen kann. Der Fanatikanheizer schreit mir spuckend ins Gesicht: "AMERICAN, AMERICAN!" Immerzu gurgelt das Wort "ALMAN ALMAN" aus meiner gew?rgten Kehle. Sie wollen wohl nicht verstehen. F?r sie sind alle Westler "American". So einfach l?sst sich das erkl?ren.
Dabei hatten sie eigentlich noch Recht. Unsere Politiker stehen dem Carter-Regime in nichts nach und arbeiten Hand in Hand mit den USA und deren dreckigen CIA.
"Jimmy Carter, wo bist du Hund, hol mich hier raus oder lass dir deine eigenen Eier abschneiden!" Sie haben mir die Hosen runter gezogen, auch die lange Unterhose - ich winde mich halb nackt wie ein Wurm und versuche, mich schreiend zu befreien. Sie wollen dem vermeintlichen Ami den Schwanz abschneiden. Danach werden sie mich t?ten! Diesen Brauch kenne ich aus Afghanistan. Da machen es die Mujahidin mit den Russen so. Und sp?ter werden Somalier es mit amerikanischen Soldaten so handhaben, bevor sie deren grauenhaft verst?mmelte Leichen triumphierend durch Mogadischu schleifen.
Aber warum meine Genitalien? Entsetzt und in Todesangst heule, schreie, alles versuche ich. Nur eins habe ich noch nicht ausprobiert, n?mlich, nach dem allm?chtigen Allah zu schreien. Inbr?nstig und in deutscher Sprache rufe ich: "Mohammed und Allah Akbar! -allm?chtiger Gott sei mir gn?dig! Ich bin Mohammedaner! We aleikum assalan - we rachmed allah we barakatu." Genauso rufe ich es. (Und Friede sei auch mit euch und die Gnade und Barmherzigkeit Allahs) In dem Moment denken sie, dass ich zu Allah bete. Haben sie verstanden? Ich sei ein ausl?ndischer Moslem? So was gibt es ja. Der Kreis lockert sich, ohne mich aus eiserner Umklammerung zu l?sen. Ein ?lterer Moslem b?ckt sich vor mir, schaut wohl nach. Erschrocken, spricht er zu den anderen und sie lassen mich los. Ich wei? nicht, was er ihnen
sagt, aber er hat wohl meinen Pimmel angeschaut und sah, dass ich beschnitten bin.
Ich rei?e mich nun vollends los und zerre den Hosenstoff aufw?rts, so schnell es geht. Gleichzeitig falle ich auf die Knie, beuge mich gen Mekka - die s?dliche Richtung kenne ich - und fange an, ?berzeugt zu beten wie ein Muslim. Nach meinen Verbeugungen helfen sie mir auf und zur?ck in meinen Truck. Die Messer und Schusswaffen sind jetzt verschwunden. Schlotternd vor Angst und mit wilden Flickern in meinen Pupillen, kann ich es noch gar nicht fassen. Nein, Jimmy Carter war es nicht - ich habe mich selbst gerettet. Oder vielleicht mein
unsagbares \'Schwein\'? Vor einigen Jahren zwang mich eine Phimose, mich meiner Vorhaut zu entledigen. Das rettet mir heute mit Sicherheit das Leben.

Spannend geht es weiter im Buch ...

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